Fensterkosten

Viele Häuser besitzen noch Fenster nach alter Bauart aus den sechziger und siebziger Jahren. Diese tun zwar durchaus noch ihren Dienst, entpuppen sich jedoch als echte Energieschleudern. Durch schlecht abgedichtete und zugige Fenster gehen, bis zu 25 Prozent der Hauswärme verloren.

Wer sich jetzt für neue Fenster entscheidet, kann einen großen Teil der Heizungskosten einsparen. Durch eine staatliche Förderung lassen sich die Fensterkosten reduzieren.

Was kosten neue Fenster?

Wie hoch die Fensterkosten ausfallen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hierzu gehören die Größe und Form der Fenster sowie das Material und das Profil des Rahmens und die Art der Verglasung.

Müssen komplett alle Fenster ausgetauscht werden, beginnen die Kosten bei etwa 10.000 Euro aufwärts. Für eine grobe Bewertung der Fensterkosten können zwischen 100 und 300 Euro pro Quadratmeter veranschlagt werden.

Für den Fall, dass die alten Holzrahmen noch gut in Schuss sind, können die Fensterkosten durch eine günstigere Teilmodernisierung gesenkt werden. Es wird dann lediglich die Verglasung ersetzt. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Stärke des Rahmens den Einbau einer dickeren Wärmeschutzverglasung ermöglicht. Pro Quadratmeter liegen die Fensterkosten dann bei etwa 100 Euro.

Energieeinsparung bis zu 50 Prozent

Im Vergleich zu einer einfachen Verglasung lässt sich der Energieverlust durch eine moderne Wärmeschutzverglasung zwischen 25 und 50 Prozent reduzieren. Hochwertige Fenstermodelle bieten mittlerweile einen besseren Kälteschutz als viele Altbauwände.

Nach den Angaben vieler Hersteller ergeben sich Einsparmöglichkeiten von 12 bis 28 Liter Öl/Kubikmeter Gas pro Quadratmeter Baufläche.

Qualität der Verglasung – wichtig ist der U-Wert

Wie gut eine Fensterscheibe tatsächlich isoliert, zeigt sich am jeweiligen U-Wert. Aus diesem geht der Wärmeverlust in Watt pro Quadratmeter hervor. Das heißt je geringer der U-Wert, desto mehr Energie lässt sich einsparen.

Als vor 30 Jahren die ersten Isoliergläser eingesetzt wurden, betrug der U-Wert etwa 2,8. Heute werden neue Fenster mit einer Dreifachverglasung und einem U-Wert zwischen 0,5 und 0,8 angeboten. Neue Fenster in einer mittleren Preislage weisen einen U-Wert von etwa 1,1 auf.

Kunststoff- oder Holzrahmen für neue Fenster

Was das Material des Rahmens betrifft, besteht die Wahl zwischen Kunststoff oder Holz. Die Entscheidung hängt unter anderem vom eigenen Geschmack und den finanziellen Möglichkeiten ab.

Die klassischen Holzrahmen aus Fichte, Lärche, Meranti oder Eiche bieten einen durchaus guten Wärmeschutz. Die Fensterkosten liegen hier jedoch etwas höher, da diese alle drei bis zehn Jahre neue gestrichen werden müssen.

Kunststoffrahmen sind hier deutlich pflegeleichter.

So gut wie wartungsfrei sind neue Fenster aus Aluminium. Allerdings sind diese auch um einiges teurer.

Fensterkosten durch staatliche Förderung reduzieren

Die Förderung für neue Fenster reicht von einem Zuschuss für eine Energieberatung bis hin zu kostengünstigen Krediten durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Dazu gibt es für die Fensterkosten auch eine steuerliche Förderung. Zum 01.01.2009 wurde Steuerbonus für Handwerkerleistungen von 600 Euro auf 1.200 Euro erhöht.

Dazu gibt es eine Förderung in Form eines Zuschusses von 5 Prozent auf die entstandenen Förderkosten. Voraussetzung hierfür ist der Austausch aller Fenster sowie die Bestätigung eines zugelassenen Energieberaters.

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